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Naturheilpraxis klassische Homöopathie für Groß- und Kleintiere Tierheilpraktikerin - Bettina Geigl Telefon 0 64 36 - 65 69
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Was ist eigentlich Homöopathie??
Der Begründer der klassischen Homöopathie war der Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann. Er lebte von 1755 bis 1843. Bild siehe oben.
Seine Tätigkeit als Arzt gab er nach ca. 2 Jahren bereits wieder auf, er war mehr als unzufrieden mit den derzeitigen Methoden der Medizin.
Man verordnete damals z. b. Brechkuren, Aderlässe, und Haarseile, Methoden also, die die Kranken eher schwächten als heilten. Man kann heute sagen: der Patient wurde entweder trotzdem gesund oder er starb.
Er „erfand und entwickelte“ die Homöopathie, die - kurz gefasst - auf folgendenden Prinzipien basiert (die Erläuterungen zu den einzelnen Punkten sind untenstehend aufgeführt): 1) Die Simileregel oder auch Ähnlichkeitsregel genannt 2) Die Arzneimittelprüfung 3) Die Potenzierung 4) Die Verordnung von Einzelmitteln in kleinstmöglicher Dosis = klassische Homöopathie Zu
1) Similia similibus curentur, dies
ist die Grundlage der Homöopathie. In der Praxis bedeutet das: für einen Patienten mit der Krankheit XY wird ein Mittel angewendet, das, wenn es ein Gesunder einnimmt, bei ihm ähnliche Symptome erzeugt. Die Ähnlichkeitsregel an sich ist nicht neu. Schon Paracelsus und Hippokrates kannten sie. Sie wurde schon oft angewendet, auch wenn man sich darüber nie so klar ist: Zum Beispiel reibt man schon lange bei Erfrierungen die betroffenen Stellen mit Schnee ab, Die Nomaden in der Wüste trinken HEISSEN Tee als Erfrischung. Oder für diejenigen, die die griechische Mythologie lieben: das Beispiel des Königs Telephos, Er wurde durch den Speer des Achilles verletzt. Die Wunde wollte nicht heilen. In seiner Not fragte das Orakel und bekam die Antwort: Wer die Wunde schlug, heilt sie auch. Er ließ darauf einige Späne vom Speer in die Wunde raspeln und wurde geheilt. Aber:
Homöopathie heißt nicht, Gleiches mit Gleichem heilen, dieses wäre Isopathie.
In vielen Büchern für Laien steht z. B. bei Bienenstichen Apis, das aus der Biene hergestellt wird, zu verwenden. Dies ist nicht Homöopathie sondern Isopathie. Zu
2) Die Arzneimittelprüfung Die homöopathischen Arzneien werden gesunden, freiwilligen Personen verabreicht und so geprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfungen werden genauestens notiert, und zwar alle Symptome die sich zeigen, von Kopf bis Fuß, körperliche und seelische. Es werden auch Symptome aufgeschrieben, die nur selten, bei nur wenigen Personen auftreten. In der Auswertung wird zwar festgehalten, wie oft ein Symptom auftrat, aber es geht keines verloren. Gerade diese seltenen, besonderen Symptome sind für die Mittelwahl oft ausschlaggebend. Die Gesamtheit der aufgetretenen Symptome ergibt das Arzneimittelbild. Heute gibt es ca. 2500 verschiedene homöopathische Arzneien. Gewonnen werden sie aus den Tier-, Pflanzen- und Mineralreich. Dazu gehören starke Gifte wie Arsen oder Phosphor ebenso wie auch ungiftige Ausgangsstoffe, z. B. Gänseblümchen oder Hafer. Verabreicht werden die Mittel als Tropfen, Globuli, das sind diese weißen Kügelchen, Tabletten, und in Pulverform. Als Spritzen gibt es sie auch , allerdings sind Injektionen nicht wirksamer als Tropfen oder Globuli. Zu
3) Die Potenzierung Die Potenzierung ist die besondere Herstellungsart der homöopathischen Arzneien. Sie bewirkt einerseits eine Verringerung der Arzneimenge und dadurch eine Verringerung der Nebenwirkungen. Andererseits bewirkt sie eine Steigerung der Wirksamkeit. Beispielsweise macht die Potenzierung aus bloßem Kochsalz, wie wir es in der Küche verwenden, ein hochwirksames homöopathisches Heilmittel. Beim Mittel Lachesis, das in seinem Urzustand ein tödliches Schlangengift ist, erreicht die Potenzierung, daß das Mittel in homöopathischer Aufbereitung nicht mehr vergiftend wirkt. Der Vorgang läuft folgendermaßen ab: Von der Grundsubstanz eines Arzneimittels wird 1 Teil mit 99 Teilen Alkohol als Trägerstoff verschüttelt. Verschüttelt heißt, nicht nur ein bisschen verrühren, sondern mit kräftigen Schüttelschlägen arbeiten! Dies ergibt die C1. Von dieser C1 wird wieder ein Teil 99 Teilen Alkohol verschüttelt zur C2 Dieser Vorgang wird immer weiter durchgeführt, bis zu C30, C200 etc. Das Mengenverhältnis 1:99 gilt für C-Potenzen, es gibt auch noch D/LM-Potenzen. Hierbei sind die Mengenverhältnisse anders. Oft
wird der Vorwurf erhoben, in den Arzneien ist ja nichts mehr drin, es hilft nur
wenn man dran glaubt. Jeder
Chemiker wird bestätigen, dass ab einer best. Potenzhöhe kein einziges Molekül
der Grundsubstanz mehr zu finden ist. Die
Homöopathie wirkt eben nicht über die Menge an Arzneisubstanz, sondern durch
den ihren Informationsgehalt. Die Potenzierung macht die Information für den
Organismus sozusagen „lesbar“. Verdeutlichen
kann man es so: Gesetzt den Fall sie lassen einen Zettel mit einer Telefonnummer
chemisch analysieren. Würden der Chemiker dann die Telefonnummer finden? Er könnte
Ihnen zwar genau sagen, welche Bestandteile der Zettel hat, aber eine
Telefonnummer....war da nicht drin. Oder
eine Musikcassette: kann man chemisch die Musik darauf nachweisen? So
erklärt sich die Potenzierung: wir schreiben auf den Trägerstoff die
Information der Grundsubstanz. Der Trägerstoff lasst sich nachweisen, aber die
Information darauf nicht. Die
Unterscheidung , welche Potenz verordnet wird, hängt ab vom Krankheitszustand
und der Dauer der Erkrankung. Es ist allerdings bei der Verordnung am wichtigsten, herauszufinden, welches Heilmittel zur Anwendung kommt, die Potenzwahl ist die zweitwichtigste Frage. 4)
Was heißt „klassisch“? Kl. Homöopathen verordnen Einzelmittel. Es kann nötig sein , mehrere Einzelmittel in einer bestimmten Reihenfolge oder auch abwechselnd zu verabreichen. Es wird aber keine Mixtur aus x-verschiedenen Mitteln gegeben. Komplexmittel werden von klassisch arbeitenden Homöopathen nicht verabreicht. Das
hat folgende Gründe: Komplexmittel sind aus mehreren homöopathischen Einzelmitteln in verschiedenen oder gleichen Potenzen zusammengemischt.
1) Welche Wechselwirkungen sich dadurch ergeben, ist weder erforscht, noch vorhersehbar.
2) Manche Mittel stören sich in ihrer Wirkung, oder heben sich gegenseitig auf. Wenn es möglich wäre, Heilung mit Komplexmitteln zu erreichen, dann bräuchte man ja nur alle Homöopathika zusammen zu mischen und hätte dann das Arzneimittel schlechthin. 3) Komplexmittel arbeiten nach dem Schrotkugel-Prinzip: d. h. irgendeins der zusammen gemixten Mittel wird schon helfen. Es ist aber keines dieser Mittel speziell für den Patienten ausgewählt worden. Klassische Homöopathie versucht ja gerade eben, das für den Patienten passende Einzelmittel zu finden. Wie
findet man nun das passende Mittel heraus? Als Homöopath vergleicht man das Krankheitsbild des Patienten mit den Arzneimittelbildern, um das ähnlichste zu finden. Voraussetzung
ist, die Krankheitszeichen des Patienten möglichst genau aufzunehmen von Kopf
bis Fuß. Wichtig ist vor allem das, was in diesem Fall nicht normal ist, das
individuelle des Patienten in seiner Krankheit. Beispiel: Der Homöopath fragt z. B. bei einem Durchfall nicht nur, wie häufig der ist und seit wann er besteht, sondern er fragt auch: Wie sieht der Durchfall aus? Wodurch könnte er ausgelöst worden sein? Und vor allem, was ist am Tier auffällig, wie ist sein „Gemüt“, hat es Vorlieben, was ist anders als bei anderen , usw. Sie sehen, es ist vieles zu beachten. Eine Selbstbehandlung ist äußerst schwierig, zumal bei den eigenen Tieren. Die Zuneigung zu den eigenen Tieren macht mitunter blind für manche Symptome. Auch muß man die Erkrankungen gut kennen, um zu wissen, welche Symptome sind normal, welche nicht. Bücher, in denen Mittel bestimmten Symptomen zugeordnet werden, wie z, B. bei Erbrechen immer Nux vomica oder Sulfur bei Hautausschlägen sind nur mit äußerster Vorsicht zu gebrauchen. Mit den falschen homöopathischen Mitteln kann man einen Fall verderben, oder Symptome verschieben. Eine Heilung ist dann wesentlich schwieriger zu erreichen, als bei nicht vorbehandelten Patienten . Weitere Heilungshindernisse, was verträgt sich nicht mit der Homöopathie ? Es kann passieren, dass die Wirkung von homöopathischen Mitteln unterbrochen wird, auch wenn der Tierbesitzer dies gar nicht beabsichtigt. Folgendes stört die Mittelwirkung: -die Anwendung von ätherischen Ölen, siehe auch Aromatherapie -Kampfer- oder teebaumölhaltige Waschmittel (z. B. für Hunde), -Inhalationen/Bäder mit Zusätzen von Eucalyptus und Menthol, -die Anwendung von Kräutermischungen mit Pfefferminze und Kamille. auch Arzneitees! -Sogar die Anwendung von Kälte, (Kältepads bie Pferden) kann die Mittelwirkung abbrechen: die Wirkung von Rhus tox z. B. wird durch Kälte aufgehoben. Auch bei der Lagerung von homöopathischen Mitteln gibt es vermeidbare Fehler. Alle sollten vor Hitze und vor allem Licht- und Strahlungseinflüssen geschützt werden. Das Mittel Phosphor z. B. ist sehr empfindlich gegen Strahlung. Also bitte nicht in der Nähe von Fernseher oder PC lagern!
Abschließendes
zur Homöopathie: Die Homöopathie hat zum Ziel, Kranke schnell, sanft und dauerhaft zu heilen. S. Hahnemann hat uns eine Therapieform in die Hand gegeben, mit der wir die Selbstheilungskräfte in jedem Lebewesen aktivieren können. Sie ist geeignet für die Behandlung akuter und chronischer Krankheiten. Sie strebt nicht nach schnellem Verschieben der Symptome, sondern versucht, den Körper von Grund auf zu heilen.
Sie kann allerdings nur dann helfen, wenn der Körper noch in der Lage ist, etwas zu regulieren.
Ein
Symptom auf der Haut kann auf eine tieferliegende Störung im Körper hindeuten.
Es nützt dann wenig, dieses Symptom von der Haut wegzudrücken, wenn im Inneren
die Störung weiterbesteht.
Die Homöopathie fragt nach der Wurzel einer Erkrankung und versucht diese wegzuräumen. Sollte
diese Wurzel in den äußeren Umständen, der Tierhaltung z. B. liegen, müssen
diese äußeren Umstände geändert werden. Ein
Pferd, dass durch schlechtes staubiges Heu hustet, muß sauberes, möglichst
staubfreies Heu bekommen, evtl. muß man Heu waschen. Ein Mittel allein kann
einem solchen Pferd nur bedingt helfen. Wird die Ursache nicht abgestellt, kann
die Erkrankung immer wieder auftreten.
Der
Satz: ähnliches mit ähnlichem heilen, klingt banal, er beinhaltet aber eine völlig
andere Sichtweise von Krankheit und Gesundheit, als sie in unserer heutigen
Gesellschaft verbreitet ist.
Ein
Umdenken findet jedoch statt, immer mehr Menschen haben den Mut, für ihre
eigene Gesundheit und die ihrer Tiere alternative Wege zu gehen. Ein Weg ist die Homöopathie. Oder wie schon Humboldt sagt: Neue Wege zu gehen, erfordert oft weniger Mut, als eingefahrene zu verlassen.
Gute Gesundheit für Sie und Ihre Tiere!
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